
Polysaccharid-Speicher-Mykopathie (PSSM)
PSSM, oder Polysaccharid-Speicher-Mykopathie, ist eine genetisch bedingte Muskelerkrankung, die bei Pferden verbreitet ist.
Die Erkrankung führt zu einer abnormalen Ansammlung von langkettigen Zuckermolekülen in den Muskelzellen, was die normale Funktion der Muskeln beeinträchtigt.
Woran erkenne ich PSSM?
Pferde, die an PSSM leiden, können je nach Schweregrad der Erkrankung unterschiedlich starke Muskelschmerzen und andere Symptome aufweisen. Oft treten diese Krankheitsanzeichen wiederholt auf. Insbesondere nach Ruhezeiten, mit vorangegangener starker Belastung wird häufig ein Schub ausgelöst.
Die Symptome von PSSM können variieren, beinhalten jedoch häufig:
Muskelsteifheit: Betroffene Pferde zeigen oft eine erhöhte Muskelsteifheit, besonders nach Ruhephasen oder während körperlicher Aktivität. Sie wirken dann vielleicht besonders angespannt, können diesen Zustand aber selbst nicht regulieren.
Bewegungsunwilligkeit: Einige erkrankte Pferde zeigen lediglich milde Symptome wie eine verringerte Leistungsbereitschaft.
Schwäche: Die Tiere können schwach wirken und Schwierigkeiten haben, sich normal zu bewegen. Der Muskelaufbau kann gehemmt sein.
Muskelzittern: Leichtes oder auch sehr starkes Zittern der einzelnen Muskelpartien.
Schweißausbrüche: Übermäßiges Schwitzen, auch ohne körperliche Anstrengung, kann ebenfalls auftreten.
Unruhe: Die Pferde können unruhig oder nervös erscheinen, insbesondere bei Stress oder Aufregung verschlechtert sich ihr Zustand schnell.
Schmerzhafte Muskeln: Wenn wir die Muskulatur berühren, kann das sehr schmerzhaft sein, was zu einem "bockigen" Verhalten führen kann.
Kreuzschlag-ähnliche Symptome: In schweren Fällen können Symptome auftreten, die an einen Kreuzschlag erinnern, einschließlich Zittern oder Schwierigkeiten beim Laufen.
Harnabsatz-Position: Manche Tiere nehmen eine Harnabsatzposition ein, ohne tatsächlich Harn abzulassen, und können Anzeichen von Kolik zeigen. Die Muskulatur im Bereich des Rückens und der Kruppen kann verhärtet und schmerzhaft sein. In schweren Fällen kann es vorkommen, dass stark betroffene Pferde festliegen.
Dunkler Urin: Manchmal wird ein dunkler Urin beobachtet, da eine große Menge an rotbraunem Muskelabbaustoff ausgeschieden wird.
Es ist wichtig, dass bei Verdacht auf PSSM erst einmal ein Tierarzt zu Rate gezogen wird, um eine genaue Diagnose zu stellen.
Im weiteren Verlauf der Erkrankung und Behandlung ist ein sinnvolles, abgestimmtes Futtermanagement entscheidend für das Wohlbefinden und die Reitbarkeit.
